










Ein kleiner Gang durch den Emil-Siering-Park in Frankfurt am Main Unterliederbach. Es ist ein grauer Herbsttag. Nur ein Eichhörnchen brachte etwas Abwechslung.
Bewegt man sich mit einem fahrbaren Untersatz von der Sieringstraße in die Euckenstraße wird man kaum eine Steigung bemerken. Zwischen den Wohnblocks in den beiden Straßen verläuft trotzdem eine gut sichtbare Stufe. Der Blick geht hier von oben, der Euckenstraße, nach unten, der Sieringstraße. Ein schmaler Fußweg verläuft im „Tal“,
Ein Blick in den östlichen Abschnitt der Euckenstraße. Die Sommerzeit geht an diesem Tag zu Ende. Der Himmel zeigt sich entsprechend in einem freundlichen Blau. Die Blätter am Grün zeigen erste herbstliche Farben. In der Verlängerung der Straße hat wenige Minuten vor dieser Aufnahme die Oktober-Festbierparty in einer Kleingartenanlage begonnen.
Die östliche Euckenstraße ist eine Wohnstraße und Parkplatz beginnend mit einer Eckkneipe, KiTa und Schule grenzen an. Am Emil-Siering-Park gibt es dann noch ein Kinderheim.
Ein kleiner Rundgang im September, der noch kleiner wurde, weil die Umstände es so wollten. Einmal zweifelte die Klapperschlange, ob das Suppenfest überhaupt erreicht werden könne, und dann bildeten sich in Richtung Höchst Wolken. Kaum auf Höhe des KGV-Unterliedebach angelangt, fallen erste Regentropfen, die Klapperschlange sieht das als Zeichen.
Vor dem alten Bettenbau des Höchster Krankenhauses links abgebogen. Wenige Schritte nur und es hörte auf zu regnen. Rechts vom Betrachter nagte ein Bagger an Anbauten des Krankenhauses, Geradeaus ging der Blick auf den neuen Bau des Varisano-Klinikums, links daneben auf das Mitscherlich Haus. Die Raucherboxen waren leider nicht belegt, keine Raucherin und kein Raucher, die sich der Neugier anderer preisgeben wollten.
Vor dem Mitscherlich Haus ging es nach links in einen Weg, der zwischen Höchst und Unterliederbach verläuft. Rechts befindet sich dort dann das Mitscherlich Haus und anschließend das Gelände eines Kindergartens, links eine Kleingartenanlage und anschließend Grün, welches zur Sieringstraße gehört. In der Sieringstraße noch kurz nach dem offenen Bücherschrank geschaut, dann war der Rundgang zu Ende.
Neu sind diese Markierungen und Fahrradständer in der Euckenstraße, Frankfurt am Main Unterliederbach. Manch Autofahrer wird den Kopf shütteln, schon wieder ist ein Parkplatz weg. Wundern sollten sie sich allerdings nicht.
In der die Ausstellung „Gewaltige Liebe“ begleitenden Veranstaltungen gab es auch Vorträge, die sich an Fachkräfte aus den Bereichen Erziehung, soziale Betreung, Prävention und Sicherheit richteten. Vorträge zu den Themen „Auswirkungen von häuslicher Gewalt auf Kinder aus trauma- und bindungspsychologischer Sicht“ und „Beschützter Umgang nach häuslicher Gewalt und Kindeswohl“ fanden am gestrigen Donnerstag statt.
Maria Schreiber wies vor dem Fachpersonal darauf hin, dass Erkenntnisse aus der Traumaforschung erst jüngst in den Psychosozialen Arbeitsfeldern implementiert werden. Dann zeigte sie verschiedene Aspekte und Zusammenhänge zwischen Gewalt und Trauma auf. Hier muss betont werden, dass hier nicht nur körperliche, sondern auch psychische Gewalt betrachtet werden muss.
Ein sehr wichtiger Hinweis war der, dass ein Trauma lange wirkt und in Schüben auftreitt, eine scheinbare Besserung der Traumaauswirkung, keine Bessserung ist, sondern nur eine „Pause“. Auch das Übertragen von Verhaltensmustern von Eltern auf Kinder und die Einflüsse von Suchtmitteln wurden angesprochen.
Die jeweils an die Vorträge anschließenden Fragen der anwesenden Fachkräfte wurden beantwortet, teilweise kam es zu regen Diskussionen. Kritik zur Organisation wurde auch geäußert. Teilnehmerinnen und Teilnehmer beklagten, dass sie nicht einmal auf der Homepage der die Örtlichkeit zur Verfügung stellenden Kirche einen Hinweis zur Veranstaltung vorfanden
Frau Maria Schreiber, M. A. Erziehungswissenschaften, Fachkraft für Traumapädagogik, leitet am Institut für Trauma-Bearbeitung und Weiterbildung den Bereich „Beschützter Umgang“ und ist als Dozentin tätig. Ihre Arbeitsschwerkunkte sind Beschützter Umgang, familienrechtliche Gutachten, Bindungs- und Interaktionsdiagnostik, psychotraumatologische Krisenintervention und Seminarleitung mit den Schwerpunkten Trauma, Traumapädagogik und Bindung.
[Update, 27.09.2024:} Im zweiten Absatz wurde eine inhaltliche Korrektur durchgeführt.