
Das Mitscherlich Haus in Frankfurt am Main Höchst im Abendlicht. Es ist das höchste Hochhaus im Stadtteil, ein Kamin – D582 – im Industriepark Höchst ist allerdings höher.
Das Mitscherlich Haus in Frankfurt am Main Höchst im Abendlicht. Es ist das höchste Hochhaus im Stadtteil, ein Kamin – D582 – im Industriepark Höchst ist allerdings höher.
Ein Blick auf den Frankfurter Stadtteil Unterliederbach im Jahr 2000 – künstlich verfremdet. Blick auf Unterliederbach? Ich sehe vier Gebäude, die in Höchst stehen. Da ist am rechten Rand eine Ecke des Klinikums und in der Mitte etwas, was man heute als „Mitscherlich Haus“ kennt. Dazu noch zwei Wohnhochhäuser, die heute nicht mehr existieren.
Richtig, aber etwas ist doch von Unterliederbach zu sehen. Da ist Ackerbaufläche, das Gelände eines Gartenbaubetriebs, die Hochhausgruppe an der Wasgaustraße, ein Schlot und der Kirchturm der Stephanuskirche. Sogar das Dach des Hochhauses an der Johannesallee erkennt man, wenn man etwas genauer hinschaut.
Die Wasgaustraße war im Jahr 2000 eine recht belebte Straße, befand sich schon im Wandel. Gut, einen Herrenausstatter gibt es dort immer noch, aber selbst der Kunsthandel, der damals gerade einem Bekleidungsgeschäft gefolgt war, ist schon längst wieder aus dem Straßenbild verschwunden.
Über Autodächern und Kleingartenanlage ragen hier das Mitscherlich Haus und das ehemalige Bettenhaus des Klinikums in Frankfurt am Main Höchst hinaus. Das Mitscherlich Haus ist das höchste Wohnhochhaus im Frankfurter Westen. Das ehemalige Bettenhaus, rechts davon, ist aus der Ferne gut sichtbar und auch gut zu erkennen.
Vor ein paar Wochen lag der Autor im nahen Frankfurter Stadtteil Höchst im dortigen Klinikum. Der Blick aus dem Flurfenster auf das Mitscherlich-Haus war gut, Der Ausblick vom Standpunkt des Fotografen her aus dem Jahr 2005 ist heute natürlich nicht mehr gegeben, das Varisano-Klinikum steht da jetzt im Weg.
Der Fuß- und Radweg erreichte hier die Windthorstraße. Auf der anderen Seite führte dieser Weg bis zum Emil-Siering-Park. Den Emil-Siering-Park gab es damals noch nicht. Er fristete noch ein Leben als namenloser Park. Das Mitscherlich-Haus befindet sich zum Zeitpunkt der Aufnahme noch in der Sanierungsphase, auch den Namen sollte das Gebäude erst 2006 erhalten.
Das Gebäude rechts, teilweise verdeckt, wurde bald darauf abgerissen. Heute ist das Mitscherlich-Haus das letzte Hochhaus, welches von einst einer ganzen Reihe höherer Gebäude in diesem Bereich von Frankfurt am Main Höchst übrig geblieben ist.
Im Westen von Frankfurt am Main, wo Hochhäuser rarer sind als im Zentrum der Stadt. Das Mitscherlich Haus – Schreibweise des Eigners – sieht hier aus, als stünde es inmitten von Kleingärten. Aber wie lange steht es dort schon? Wikipedia gibt, wir befinden uns im September 2023, derzeit eine falsche Auskunft. 1979 steht dort als Eröffnungsdatum. Aber die Mitscherlichs sollen dort 1979 ausgezogen sein. Vielleicht doch einen Stadtteilhistoriker aufsuchen?
… dass hier einmal Margarete Mitscherlich-Nielsen und ihr Mann Alexander Mitscherlich lebten. Sie war Psychoanalytikerin und Ärztin, er Arzt und Psychoanalytiker. Etwa elf Jahre lebten die beiden noch in dem rotbraun geklinkerten Gebäude, welches damals noch die Windthorststraße als Adresse trug.
Heute ist das Gebäude erblasst und nennt die Peter-Fischer-Allee als Adresse. Den Namen Mitscherlichhaus oder Mitscherlich Haus hat das Gebäude erst nach seiner Renovierung 2006 bekommen