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Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt am Main – Plakatwahlkampf (1)

Boris Rhein (CDU) - darf man dem trauen?Boris Rhein (CDU) - darf man dem trauen?Betritt man den Frankfurter Stadtteil Unterliederbach derzeit von Norden kommend durch sein bedeutendstes Stadttor, bekommt man leicht einen Schrecken, wenn man seinen Blick nach rechts schweifen lässt: Frau oder Mann erblickt den überlebensgroßen Kopf von Boris Rhein. Nichts gegen Boris Rhein, aber er sieht auf den Plakaten wie alle die jungen, dynamischen Politiker aus, deren einzig mögliches Boris Rhein (CDU) - an strategisch wichtiger StelleKarriereziel in der Politik lag und liegt. Und so war es auch ein geschickter Schachzug unserer derzeitigen Oberbürgermeisterin, Frau Petra Roth, durch einen vorzeitigen Rücktritt zu verhindern, dass Herr Rheins Karriere nach der nächsten Landtagswahl ein jähes Ende findet.

Peter Feldmann (SPD) - unauffällig, blassDass Herr Rhein Oberbürgermeister wird, ist klar: Die Frankfurter Rundschau hat es in einer Umfrage ermittelt. Außerdem hat er alle strategisch wichtigen Stellen in Unterliederbach mit seinen Plakaten belegt. Sahra Wagenknecht (Die Linke) - nein, die kandidiert nicht!Man findet diese an der Autobahnanschlussstelle, gegenüber der einzigen Tankstelle auf der Königsteiner Straße und im Scheitelpunkt einer abbiegenden Vorfahrtstraße. Und seine Plakate sind die größten!

Piraten - ja, die Katze versteht Frankfurt wahrscheinlich wirklich. Aber Herbert?Peter Feldmann ist da vorsichtiger. Er versteckt sich lieber. Offensichtlich befürchtet er, dass er nach der Oberbürgermeisterwahl bekannter sein könnte als zuvor. Dass man in einem mit sozialen Problemen nicht gerade unterversorgten Stadtteil noch so wenig von einem sozialen Sozialdemokraten gehört hat, gibt allerdings zu denken. Auch zu denken geben die blassen Farben auf den Plakaten – sollen die etwa Symbolkraft haben?

Herbert Förster, Held für Frankfurt?Über den Umgang mit Farbe kann Peter Feldmann sehr viel von den Linken lernen. Die Plakate der Linken strahlen so richtig in der Sonne, und ich weiß nicht, ob dies eher von der roten Farbe  oder den Augen Sahra Wagenknechts herrührt. Sahra Wagenknecht? Die steht nicht zur Wahl. Die Kandidatin der Linken ist Janine Wissler. Die spielt allerdings ein ähnliches (Versteck-) Spiel wie Peter Feldmann.

Auch nicht zur Wahl stehen ein süßes, kleines Kätzchen, ein Mädchen und eine junge Frau, die Plakate der Piraten zieren. Supermann steht zur Wahl, – Supermann ist Herbert Förster, der Held für Frankfurt. Eigentlich war Herbert Förster mein Favorit. Man stelle sich mal vor, alle Teetrinker unter den Nichtwählern der Wahlen im Jahr 2007 würden dieses Mal Herbert Förster wählen: Herbert Förster würde mit großer Stimmenmehrheit in den Römer einziehen! Aber Supermann?

Zu den anderen Kandidatinnen und Kandidaten ist aus Unterliederbacher Plakatwahlkampf-Sicht nichts zu sagen. Rosemarie Heilig hat wahrscheinlich ein Büro, aus dem sie auf Unterliederbach herab schauen kann. Plakate, die zu ihrer Wahl aufrufen, habe ich bisher im Stadtteil nicht entdecken können. Auch Plakate von Ursula Fechter, Carl Maria Schulte, Harald Frenzel, Jean-Jules Tatchouop und Oliver Maria Schmitt suchte ich bisher vergebens.

Trotz des müden Wahlkampfs erhoffe ich eine gute Wahlbeteiligung. Und wenn jeder daran denkt, dass sie oder er eine Person zu wählen hat und keine Partei, wird alles gut werden.

Vergesst das Wählen nicht!

Eure Klapperschlange

Rundfahrt mit Dampflokomotive 52 4867

52 4867 der Historischen Eisenbahn Frankfurt e.V. (HE)Am 29. Januar 2012 führt die Historische Eisenbahn Frankfurt e.V. (HE) die erste von vielen Rundfahrten des Jahres durch. Start ist um 09:52 Uhr im Bahnhof Frankfurt (M) Süd. Zuglokomotive ist 52 4867, eine 1943 in Potsdam-Babelsberg gebaute Güterzuglokomotive.

Detailaufnahme des Triebwerks der Dampflokomotive 52 4867Die Fahrt geht über Hanau und Gelnhausen nach Glauburg-Stockheim, wo der Zug gegen 11:52 eintreffen wird. Dort besteht die Gelegenheit, den Modellbahnhof-Stockheim zu besichtigen, der sich in dem sehr schön renovierten alten Bahnhofsgebäude befindet.

Altes Stellwerk im Bahnhof Stockheim (Glauburg)Für einen Ausflug ins Keltenmuseum auf dem Glauberg wird die Zeit bis zur Rückfahrt allerdings etwas kurz sein. Für den Besuch des Museums und die Besichtigung der Ausgrabungen auf dem Plateau benötigt es etwas mehr Zeit als die, die an diesem Tag den Reisenden zur Verfügung steht.

Um 14:00 Uhr geht es über Bad Vilbel – hier soll mit einer Scheinanfahrt den Fotografen etwas geboten werden – zurück nach Frankfurt, wo die Rundfahrt um 15:44 am Südbahnhof enden wird.

Weitere Informationen zu dieser Rundfahrt und anderen Veranstaltungen der HE befinden sich hier.

Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt am Main

Frankfurt am Main, Römer
Der Frankfurter Römer – das Ziel aller Kandidaten der Oberbürgermeisterwahl am 11. März 2012

Für den 11. März 2012 sind etwa 467.000 Wahlberechtigte der Stadt Frankfurt am Main zur Wahl eines neuen Oberbürgermeisters aufgerufen. Sollte es an diesem Tag keiner der Bewerber schaffen, mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen zu erhalten, ist für den 25. März 2012 eine Stichwahl vorgesehen, zu der die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen antreten werden.

Am 12. Januar hat der Wahlausschuss alle zehn Bewerber zur Wahl zugelassen und auch die Reihenfolge für den Wahlzettel festgelegt. Dabei richtet sich die Reihenfolge der ersten fünf Kandidaten nach der Fraktionsstärke in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung, die Reihenfolge der übrigen Kandidaten wurde gelost.

Folgende Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich den Frankfurter Bürgern zur Wahl: Boris Rhein (CDU), Rosemarie Heilig (Die Grünen), Peter Feldmann (SPD), Janine Wissler (Die Linke), Herbert Förster (Piratenpartei), Carl Maria Schulte (unabhängig), Ursula Fechter (Flughafenausbaugegner), Harald Frenzel (unbhängig), Jean-Jules Tatchouop (unabhängig) und Oliver Maria Schmitt (Die Partei).

Wahlberechtigt sind alle, die ihren Hauptwohnsitz seit mindestens drei Monaten in Frankfurt am Main haben und über 18 Jahre und EU-Bürger sind. Ab dem 30. Januar können die Briefwahlunterlagen beantragt werden und ab dem 7. Februar werden die Wahlbenachrichtigungen verschickt.

Brenna Tuats in der Jahrhunderthalle Frankfurt mit Hubert von Goisern

Hubert von Goisern ist mit seiner Band am 7. Februar 2012 in der Frankfurter Jahrhunderthalle zu Gast. Der Erfinder der „Neuen Volksmusik” in Österreich und Weltmusiker wurde Ende der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts als Vertreter des Alpenrocks auch bei uns bekannt.

Auf der Brenna Tuats Tour 2012 spielen er und seine Band  Stücke der aktuellen CD „ENTWEDERundODER” und viele Klassiker. Für das Konzert sind noch Karten erhältlich (Stand 11.01.2012).

Joan Baez singt in der Jahrhunderthalle Frankfurt

„an evening with joan baez“ heißt es am 3. Juni 2012 in der Jahrhunderthalle Frankfurt. Die amerikanische Sängerin, die gestern ihren 71. Geburtstag feiern durfte, wird dort eines von sieben Konzerten in Deutschland geben.

Joan Baez ist seit den späten fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts musikalisch aktiv, förderte in den frühen sechziger Jahren den jungen Bob Dylan und sang auch beim berühmten Woodstock-Festival.

Willkommen im Jahr 2012!

Abgebrannt 2012Blumenwiese Unterliederbach - erste graue BlumenBlumenwiese Unterliederbach - Ausblick nach OstenFraport Arena 2012Das Willkommensgeballer war nicht allzu üppig in der kleinen unbedeutenden Straße im Westen von Frankfurt am Main. Dementsprechend wird auch das Aufräumen zu Wochenbeginn nicht allzu viel Arbeit machen. Was lässt sich jetzt schon zum Jahr 2012 sagen? Unterliederbach steht noch.

Karlheinz Voll verlässt Unterliederbach. Karlheinz Voll? Karlheinz Voll hielt mit seiner Galerie über ein Jahrzehnt lang die Fahnen der Kultur im Straßenbild des Frankfurter Stadtteils Unterliederbach hoch. Nun ist er dem Locken eines Weibes gefolgt und hat sein Geschäft nach Osthofen bei Worms verlegt. Die Galerie Aurika wird mir fehlen.

Die Blumenwiese Unterliederbach wächst und gedeiht. Erste, noch graue Blumen recken ihre Blüten gegen den ebenfalls grauen Himmel des neuen Jahres. Aushübe sind zur Aufnahme weiterer Wurzelballen vorbereitet. Aber schon jetzt wird klar, dass mit fortschreitendem Wachstum so mancher Ausblick verschwinden wird.

Das Jahr 2011 endete mit großem Jammern. Zusätzlich zu all den Katastrophen und Krisen des Jahres wurde auch noch festgestellt, dass auf allen Bildern der Fraport Arena noch der Schriftzug „Ballsporthalle Frankfurt am Main” auf der Fassade prangte. Dies hat sich geändert.

Am 11. März werden die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger einen neuen Oberbürgermeister wählen. Den Kandidaten Boris Rhein, derzeit hessischer Staatsminister des Inneren und für Sport, dürften die meisten kennen. Er strahlt gemeinsam mit Petra Roth von den Wahlplakaten der CDU.

Die SPD unterläuft alle Integrationsbestrebungen, indem sie ihren Kandidaten Peter Feldmann gleich mit einem dicken orthografischen Patzer vorstellt (Gemeinsam gut Leben). Das ist zwar eine Möglichkeit, einen unbekannten Kandidaten bekannt zu machen, aber eine wenig vorbildliche.

Rosemarie Heiligs Spielerei mit den Großbuchstaben ist da um einiges gelungener (Und OB!). Ob die Kandidatin der Grünen damit Stimmen auf sich ziehen wird, wird die Zukunft weisen.

Allen ein gesundes Jahr 2012
Die Klapperschlange

Licher Hessen Cup 2012 in der Fraport Arena Frankfurt

Ballsporthalle Frankfurt am Main
Die Fraport Arena von Südwesten gesehen. Als diese Aufnahme im Juli 2011 entstand, trug die Halle noch ihren ursprünglichen Namen.

Am 6. Januar 2012 findet ab 17:30 Uhr mit dem Licher Hessen Cup 2012 in der Frankfurter Fraport Arena das bedeutendste Fußball-Hallenturnier Hessens statt. Teilnehmer sind neben den Lokalmatadoren Eintracht Frankfurt, F.S.V. Frankfurt und Kickers Offenbach die Erstligisten TSG 1899 Hoffenheim und VFL Wolfsburg und der Zweitligist Alemannia Aachen. Mit der Partie Alemannia Aachen gegen Kickers Offenbach wird um 17:45 Uhr die erste Partie angepfiffen, um 22:45 Uhr soll dann der Gewinner des Turniers feststehen.

Auch für Fußball-Fans gibt es etwas zu gewinnen. Der Titelsponsor verlost insgesamt 50 Karten für das Turnier. Bis zum 01.01.2012 ist die Teilnahme an der Verlosung möglich.

Die Fraport Arena liegt an der Silostraße im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach und ist mit der Buslinie 54 zu erreichen. Bis ins Jahr 2011 trug die Fraport Arena den Namen Ballsporthalle Frankfurt am Main.

Fahrtag auf der Hafenbahn mit Dampflokomotive 52 4867

52 4867 unterwegs im Frankfurter Osthafen
Zug der HE mit 52 4867 im Frankfurter Osthafen

Am 15.01.2012 ist ein Zug der Historischen Eisenbahn Frankfurt e.V. (HE) auf der Strecke der Frankfurter Hafenbahn unterwegs. Die Abfahrt des Zuges erfolgt stündlich zwischen 11 und 17 Uhr ab der Haltestelle Eiserner Steg. Die Güterzuglokomotive 52 4867 wird an diesem Tag erstmals nach ihrer Überholung in Meiningen in Aktion zu sehen sein.

52 4867 wird auch bei allen weiteren Terminen der HE während des ersten Quartals im Jahr 2012 Zuglokomotive sein. Im April ist dann die Überführung der Schnellzuglokomotive 01 118 von Meiningen nach Frankfurt am Main geplant, sodass danach der HE wieder beide Lokomotiven für das Fahrtenprogramm im Jahr 2012 zur Verfügung stehen werden.

Feldbahndampf und Glühwein

Frankfurter Feldbahnmuseum - Innenraum eines sehr schön aufgearbeiteten Wagens
Frankfurter Feldbahnmuseum – Innenraum eines sehr schön aufgearbeiteten Wagens

Am Sonntag, dem 8. Januar 2012, findet die erste Veranstaltung des Frankfurt Feldbahnmuseums im neuen Jahr statt. „Feldbahndampf und Glühwein” ist der Titel des Events, der um 10 Uhr beginnt. Ab 11 Uhr werden stündlich von einer Dampflokomotive gezogene Feldbahnwagen vom Museum aus durch den Rebstockpark fahren. Die Wagen sind beheizt.

Führungen durch das Museum finden um 13 Uhr und um 15 Uhr statt, für das leibliche Wohl wird gesorgt. Der Preis für den Eintritt ins Museum und die Fahrt mit dem Museumszug beträgt für Erwachsene 6 € und für Kinder (4-14 Jahre) 3 €. Für Familien gibt es Familienkarten.

Das Frankfurter Feldbahnmuseum befindet sich in der Straße Am Römerhof 15f direkt neben dem TÜV.

Zeitraum zwischen Rot für Fahrzeugverkehr und Grün für Fußgänger zu kurz?

Zur Mahnung an den Tod eines fünfjährigen Jungen
Zur Mahnung an den Tod eines fünfjährigen Jungen. Aber auch dieses Bild hält manchen Autofahrer nicht davon ab, die Ampel, an der das Unglück geschah, bei Rot zu überqueren.

Am 17. November 2011 wurde in Frankfurt am Main Unterliederbach auf der Königsteiner Straße ein fünfjähriger Junge bei einem Verkehrsunfall getötet. Diskussionen im Anschluss vermengten Forderungen nach mehr Sicherheit mit denen nach mehr Ruhe (Tempo 30), aber ein offensichtliches Problem an dieser Stelle fand keine Erwähnung: Angeblich sind alle Ampeln so geschaltet, dass die Signalfolge den Richtlinien für Lichtsignalanlagen (RiLSA) entspricht. Dies heißt unter anderem, dass zwischen Rot für den Fahrzeugverkehr und Grün für die Fußgänger ein Zeitraum von fünf Sekunden liegen soll (siehe auch Artikel „Tragischer Unfalltod” auf www.fr-online.de vom 19.11.2011). Diese Phase ist an der Ampel, an der der Unfall passierte, nur zwei Sekunden lang. Warum das bis heute nicht abgestellt wurde, weiß vielleicht Straßenverkehrsamtsleiter Ulrich Schöttler.