Archiv der Kategorie: Hessen

Hessen wählte schwarz

Wer am Montag nach der Landtagswahl in Hessen einen Blick auf die politische Landkarte des Bundeslandes wirft, sieht schwarz. Das einst „rote Hessen“ hat die einstige Färbung gänzlich verloren. Drei ärmliche grüne Punkte sind das einzige, was das Tiefschwarz unterbricht. Unter der Lupe erkennt man, dass drei – von fünfundfünfzig – Wahlkreise in ganz Hessen die Grünen gewählt haben.

Was aber ist aus der SPD im Bundesland geworden? Die einstige Volkspartei droht die 15%-Marke zu unterschreiten und sich der Marke von 10% anzunähern. Selbst Spitzenkräfte schafften es nicht, ihre Wahlkreise zu halten. Faeser und Rudolph können froh sein, dass sie über die Landesliste abgesichert sind, Faeser kann gar auf einem gemütlichen Platz im Bund verharren.

Natürlich hat die Qualität der Bundespolitik auch bei den Wählerinnen und Wählern in Hessen ihre Spuren hinterlassen. Im Bund regiert die Ampel aus SPD, Grünen und FDP. Da hat man das Gefühl, dass jede und auch jeder sein eigenes Süppchen kocht. Man kommuniziert, aber selten miteinander. Manch scheinbar gute Idee erweist sich als scheinbar gute Idee, wird aber, bevor man darüber nachgedacht hat, schon in ein Gesetz gegossen.

Aber es lässt sich nicht alles auf die Bundespolitik schieben. Auch im Land selbst sind Ideen gefragt. Es reicht im Jahr 2023 nicht, Parolen aus dem vergangenen Jahrhundert zu wiederholen. Es braucht auch Fachkräfte in der Politik, bei der einstigen Volkspartei besteht allerdigs Fachkräftemangel.

Auch der Frankfurter Westen hat gewählt

Auch der Frankfurter Westen – Wahlkreis Frankfurt am Main I – hat gewählt. Der Wahlkreis Frankfurt am Main I ist einer von sechs Frankfurter Wahlkreisen. Hessen ist in 55 Wahlkreise unterteilt. Von den 62.797 Wahlberechtigten im Wahlkreis Frankfurt am Main I haben für den gestrigen Sonntag 32.153 (51,2%) Wählerinnen und Wähler an der Urne oder per Briefwahl ihre Stimme abgegeben.

Uwe Serke (CDU) zieht direkt in den Landtag ein

Auch in diesem Wahlkreis ist die CDU klarer Wahlgewinner. Sie erhielt 34,7% der Wahlkreisstimmen. Uwe Serke ist damit auch im künftigen Hessischen Landtag vertreten. Bei Grünen, SPD und AfD verschieben sich im Wahlkreis im Vergleich zu den Landesstimmen die Resultate leicht. Auffällig ist, dass das Ergebnis aus dem Westen Frankfurts für die Linke zum Einzug in den Landtag gereicht hätte, nicht aber für die FDP.

Die Prozentzahlen

Im Wahlkreis Frankfurt am Main I ergibt sich folgende Stimmverteilung (in Klammern die Landesstimmen): CDU 34,7% (32,4), GRÜNE 17,1% (16,3), SPD 18,7% (16,2), AfD 16,3% (16,5), FDP 4,3% (4,5), LINKE 5,3% (5,0) und SONSTIGE 3,6% (9,1).

Die Differenzen ergeben sich einmal aus der Anzahl der eingereichten Landeslisten und der Anzahl der Wahlkreiskanditaten. Nicht jede Partei oder Gruppierung hat sich in jedem Wahlkreis zur Wahl gestellt. Zudem haben Wählerinnen und Wähler auch die Gelegenheit wahrgenommen, zwischen Erst- und Zweitstimme zu differenzieren.

Das vorläufige Ergebnis der Landtagswahl in Hessen

Auf der Seite des Landeswahlleiters findet sich das vorläufige Ergebnis zur Landtagswahl am 8. Oktober 2023. Danach fielen nach Auszählung aller 6889 Wahlbezirke auf die CDU 34,6%, GRÜNE 14,8%, SPD 15,1%, AfD 18,4%, FDP 5,0%, LINKE 3,1% und SONSTIGE 9,0% der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 66%. Es gab 1,6% ungültige Landesstimmen und damit 98,4% gültige Landesstimmen.

Die CDU hat damit die Landtagswahl in Hessen klar gewonnen, Die AfD wurde zweitstärkste Kraft. Die FDP schaffte knapp den Einzug in den hessischen Landtag, Linke und Freie Wähler scheiterten deutlich.

Hessenwahl: Wahlbeteiligung gesunken, CDU mit Abstand vorne

Die Wahlbeteiligung ist bei der Wahl zum Hessischen Landtag 2023 auf 65,6 Prozent gesunken, 2018 lag sie noch bei 67,3 Prozent. Nach der letzten vorliegenden Hochrechnung liegt die CDU mit 34,5 Prozent klar an der Spitze, die AfD mit 18,0 Prozent auf Platz 2. Es folgen die SPD mit 15,0 Prozent und Die Grünen mit 14,9. Die FDP scheint den Einzug ins Landesparlament knapp zu verfehlen, Die Linke wird dem neuen Landtag nicht mehr angehören. (Stand: 21:00 Uhr)

Waisenhausstraße in Bad Homburg

Waisenhausstraße, Bad Homburg, St. Marien, Stadtpfarrkirche

Der Blick geht hier vom Waisenhausplatz aus in die Waisenhausstraße in Bad Homburg vor der Höhe. Am heutigen Waisenhausplatz hatte Friedrich II. Jacob 1721 ein Waisenhaus erstellen lassen. Zu früh für die Homburger Bevölkerung, er fand dort keine Unterstützung für sein Projekt. Erst 1742 konnte das Gebäude seiner Bestimmung übergeben werden.

Am Ende der Waisenhausstraße sieht man den Kirchturm der katholischen Stadtpfarrkirche St. Marien. Dass zuvor noch die Dorotheenstraße die Waisenhausstraße quert, ist auf diesem Foto nicht zu erkennen.

Die Kisseleffstraße in Bad Homburg

Bad Homburg, Kisseleffstraße

Die Kisseleffstraße in Bad Homburg vor der Höhe befindet sich im Zentrum der Stadt. Das obige Bild zeigt einen Abschnitt der Straße zwischen Luisenstraße und Kaiser-Friedrich-Promenade. In ihrem weiteren Verlauf durchschneidet die Kisseleffstraße den Bad Homburger Kurpark. Namensgeberin der Straße ist Sophie Kiselewa, die nicht nur der Spielsucht verfallen, sondern auch mit der Spielbank geschäftlich verbunden war.

Das Laternenfest naht

Springbrunnen, Fontaine, Ersatzhaltestelle, Bushaltestelle, Kurpark, Bad Homburg, Kaiser-Friedrich-Promenade

Das Laternenfest in Bad Homburg naht und wirft so einiges voraus. Fahrradparker zum Beispiel – die hatten wir aber schon. Hier sehen wir Bänke und andere Zutaten für eine Ersatzhaltestelle, die sich zwischen Kaiser-Friedrich-Promenade und Springbrunnen und Fontaine gemogelt haben, denn in der nächsten Woche werden vor dem Kurhaus keine Busse verkehren, sondern vor dem Springbrunnen.

Stromausfall in Teilen Südhessens

In vielen Gemeinden Südhessens war heute der Strom ausgefallen. Für Darmstadt, Münster, Messel, Groß-Umstadt, Egelsbach, Langen und Mörfelden-Walldorf wurde das von der Polizei bestätigt. Vielerorts waren durch den Stromausfall Ampelanlagen betroffen, beeinträchtigt auch Mobilfunknetze.

Die Ursache für den Stromausfall war zunächst unbekannt. Der Stromanbieter Entega bestätigte aber bald Probleme in seinem Netz.

Gegen 12 Uhr mittags soll in ersten Gemeinden die Stromversorgung zumindest teilweise wieder funktioniert haben. Auch der Ursache für den Stromausfall kam man näher.

Nach Angaben des Energieversorgers Süwag hat ein technischer Defekt in der Umspannanlage Rödermark-Urberach dafür gesorgt, dass nachgeschaltete Umspannwerke für etwa 50 Minuten nicht mit Strom versorgt wurden.