
Der sonntägliche Blick in die kleine unbedeutende Straße im Westen von Frankfurt am Main. Am Nachmittag kommt die Sonne natürlich von vorne.
Mal wieder den Mond über der kleinen, unbedeutenden Straße im Westen von Frankfurt am Main fotografiert. Für einen Vollmond kam der Druck auf den Auslöser der Kamera einen Tag zu spät. Dafür dokumentiert die kleine Unschärfe im Bild, dass die derzeitigen Temperaturen um fünf Uhr morgens einen bei geöffneten Fenster zu unkontrollierten Bewegungen, Zittern genannt, bringen.
Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elke Voitl und Darmstadts Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Barbara Akdeniz haben sich auf eine umfassende Kooperation in der Drogenhilfe verständigt. „Wir wollen die auf operativer Ebene gewachsene Zusammenarbeit der beiden Städte künftig verstärkt auf politischer Ebene fortsetzen“, sagen die beiden Politikerinnen. „Beide Städte verfolgen das gleiche Ziel und haben ein gut funktionierendes Hilfenetz aufgebaut. Daher stellen wir uns jetzt gemeinsam den Herausforderungen, vor denen auch viele andere Städte in Hessen stehen“, betonen die beiden Dezernentinnen.
„Darmstadt hat seine Suchthilfeeinrichtungen ausgebaut und prüft zudem, welche Möglichkeiten es gibt, einen Drogenkonsumraum einzurichten“, sagt Akdeniz. „Wie in Frankfurt gibt es in Darmstadt Einrichtungen, in denen drogenkranke Menschen Beratung, Essen und Getränke, Hygieneartikel und sterile Spritzen erhalten. Die örtliche Drogenhilfeeinrichtung Scentral bezieht noch in diesem Jahr einen Neubau mit Aufenthaltsmöglichkeiten. Im angrenzenden Herrngarten wird es einen Außenbereich für Suchtkranke geben, wo sie sich aufhalten können, Kontakt zu den Mitarbeitenden im Scentral gewährleistet ist und auch Infrastruktur wie Regenschutz, Toiletten und dergleichen vorhanden sein wird. Im vergangenen Jahr wurde Streetwork in der Stadt und rund um die Drogenhilfeeinrichtung bereits deutlich ausgeweitet.“
„Darmstadt und Frankfurt übernehmen Verantwortung für ihre Bürger:innen. Ich freue mich, dass unsere Nachbarstadt als erste Kommune in Hessen meinem Vorschlag der Zusammenarbeit nachkommt und unsere Forderungen unterstützt. Crack und Fentanyl sind längst in kleinen und mittleren Städten angekommen. Dauerhaft wird sich keine Kommune mehr wegducken können“, sagt Voitl. Die Sozial- und Gesundheitsdezernentin hat die Städte und Gemeinden in Hessen mehrfach aufgefordert, eigene Hilfsstrukturen aufzubauen – zuletzt in einem gemeinsamen Schreiben mit Oberbürgermeister Mike Josef.
„Wir sehen dies als überregionale Problematik. Alle betroffenen Städte müssen beim Ausbau des Hilfesystems vom Land angemessen unterstützt werden“, fordern Voitl und Akdeniz. Bürgermeisterin Akdeniz ergänzt: „Auch in Darmstadt erwarten wir finanzielle Unterstützung von Seiten des Landes, um den Anforderungen des veränderten Konsumverhaltens durch Crack, aber auch durch die wachsende Szene angemessen begegnen zu können. Aus meiner Sicht müssen alle Großstädte Hessens besser ausgestattet werden, denn auch nach Darmstadt kommen viele Konsumentinnen und Konsumenten aus dem Umland.“ (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)
Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm der LeseEule zieht von März bis Dezember durch die Stadtteile. Für den Herbst haben sich die Veranstalter etwas ganz Besonderes ausgedacht. Rund um den Vorlesetag wird es viele weitere Lesungen, Workshops und Theaterstücke geben.
Das Programm wird spätestens Ende der Sommerferien unter kinderkultur-frankfurt.de veröffentlicht. Die Veranstaltungen geben Familien, Kita-Gruppen, Schulklassen und Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit die Gelegenheit, sich mit dem Thema „Streiten kann man nicht alleine: miteinander – gegeneinander – füreinander“ intensiv auseinanderzusetzen. Diese werden in Kooperation mit Akteurinnen und Akteuren der kulturellen Bildung umgesetzt.
Viele Angebote sind kostenfrei oder kostengünstig zwischen 1,50 bis 4 Euro pro Person zu buchen.
Weiterführende Informationen finden sich in dem Programmheft, das unter kinderkultur-frankfurt.de sowie im Anhang zum Download bereitsteht. Gedruckt ist das Heft zur Ausstellung in den Stadtteilbibliotheken, den Sozialrathäusern und bei allen Kooperationspartnerinnen und -partnern der LeseEule zu finden.
Ausgestellt werden 700 Neuerscheinungen und rund 100 Titel zum diesjährigen Blickpunktthema: „Streiten kann man nicht alleine: miteinander – gegeneinander – füreinander“. Die Bücher sind altersgerecht unterteilt und laden zum Lesen und Verweilen für alle ein.
Auch das Kultur- und Freizeitticket (Kufti) vom Kulturamt besucht die LeseEule. Noch bis Sonntag, 30. März, ist es in den Römerhallen mit einem eigenen Stand vertreten. Dort können die Besuchenden nach Lust und Laune kreativ werden und sich am Meinungsbarometer beteiligen. Die Kinder- und Jugendbuchausstellung kann in den Römerhallen bis zum 30. März jeweils von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr kostenfrei besucht werden.
Die Frankfurter LeseEule wird federführend vom Jugend- und Sozialamt in Kooperation mit der Stadtbücherei Frankfurt und dem Stadtschulamt organisiert.
(Quelle: Frankfurt am Main)
Gartenabfälle, eine Gartenhütte und zuletzt ein Teilbereich einer Hausfassade. In dieser Reihenfolge breitete sich am Mittwoch, dem 12.März 2025, gegen 17:00 Uhr ein vermeintlich kleines Feuer in der Straße „Am Waldgraben“ aus.
Spätestens beim Versuch, das sich ausbreitende Feuer eigenständig zu löschen, realisierte die 65-jährige Verursacherin, weshalb das Abbrennen von Gartenabfällen im Stadtgebiet grundsätzlich verboten ist.
Nachdem sie nach derzeitigen Erkenntnissen die brennenden Gartenabfälle unbeaufsichtigt ihrem Schicksal überließ, breitete sich das Feuer auf die angrenzende Gartenhütte, welche vollständig zerstört wurde, aus. Die hinzugezogene Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindern, so dass im weiteren Brandverlauf nur ein Teil der Hausfassade des angrenzenden Wohnhauses beschädigt wurde.
Personen wurden nicht verletzt.
Gegen die Frau wurde nun eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)
Das städtische Kulturamt lobt erneut spartenübergreifend künstlerische Projekte aus, die im Zeichen von Antirassismus und Antidiskriminierung einschlägige Themen aufgreifen. Für Kulturveranstaltungen und -projekte verschiedener Formate stehen basierend auf einem Etat-Antrag der Römer-Koalition erneut insgesamt 70.000 Euro bereits ab September dieses Jahres zur Verfügung.
„In Zeiten des neu erstarkten Rassismus und rechten Terrors wird die Verteidigung unserer demokratischen Grundordnung zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Geschehnisse macht die Ausschreibung erneut aufmerksam auf das Attentat von Hanau vor gut fünf Jahren. Für die Täter gehören Menschen mit Migrationsgeschichte nicht hierher, nicht nach Hanau, nicht nach Frankfurt, nicht nach Hessen, nicht nach Deutschland. Es ist unsere Pflicht, deutlich zu zeigen, dass das nicht so ist und dass es auch nicht die Meinung der Mehrheit darstellt. Die Ausschreibungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie groß das Interesse an diesem Thema ist. Ich bin froh, dass wir auch in diesem Jahr dank der Initiative der Stadtregierung eine solche Förderung und damit weiterhin eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen Rassismus und Diskriminierung ermöglichen können“, sagt Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig.
„Nach den rechten Bluttaten von Hanau und Halle, nach den rechten Morden der vergangenen Jahre, müssen endlich Schlussfolgerungen gezogen werden. Wir brauchen einen Zivilpakt der Gesellschaft gegen Rassismus und rechten Terror. Wir brauchen ein klares Signal aller Demokratinnen und Demokraten“ lautete die eindeutige Positionierung der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung unmittelbar nach dem rassistischen Terroranschlag in Hanau am 19. Februar 2020.
Um die Erinnerung dauerhaft wach zu halten, sollen Projekte in der ganzen Stadt gefördert werden, Initiativen, Vereine, Künstlerinnen und Künstler sowie Institutionen können sich jetzt zum vierten Mal in Folge mit künstlerischen Projekten bewerben, die sich kritisch mit Rassismus und Diskriminierung auseinandersetzen. Die Förderung soll unter anderem dazu beitragen, gleichberechtigte Zugangsmöglichkeiten zu Kunst und Kultur für alle Menschen zu schaffen und die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Ausgrenzungsmechanismen zu stärken. Die Projekte sollen im Frankfurter Kulturbetrieb spartenübergreifend die Diversitätsentwicklung fördern.
Als besonders förderungswürdig gelten partizipative künstlerische Projekte von und mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie kulturelle Angebote in allen Frankfurter Stadtteilen, die zum Ziel haben, Menschen zu erreichen, die von klassischen Kulturformaten sonst nicht angesprochen werden. Dabei werden Einsendungen von Personen oder Gruppen mit eigenen Rassismuserfahrungen ausdrücklich begrüßt.
Die Frist für die Einreichung der Förderanträge endet am Sonntag, 15. Juni. Über die Modalitäten der Antragstellung informiert eine separate Ausschreibung des Frankfurter Kulturamtes unter kultur-frankfurt.de/portal/de/Kulturdezernat/Kulturfoerderung. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)
Am Montag, dem 10. März 2025, haben die Polizei und der Präventionsrat zehn neue Ehrenamtliche für die Seniorenprävention geschult und mit Aushändigung einer vom Polizeipräsidenten und Präventionsratsleiter unterschriebenen Urkunde ernannt.
Damit unterstützen nun bereits 42 Personen die Behörden, um Seniorinnen und Senioren vor Kriminalität zu schützen. 25 verschiedene Stadtteile in Frankfurt sind demnach mit Kontaktpersonen versorgt, die mit den Schutzmännern und -frauen vor Ort der Polizei präventiv auf Gewalttaten einwirken können.
Die langjährige Präventionsarbeit zeigt Wirkung: Viele ältere Menschen sind mittlerweile gerüstet und wissen, was zu tun ist bei Schockanruf, Enkeltricks, unseriösen Haustürgeschäften oder Diebstahl. Es gilt stets die Faustregel: Auf das eigene Bauchgefühl achten und die Polizei unter 110 kontaktieren oder sich von dem oder der Seniorensicherheitsbeauftragten im Stadtteil beraten lassen.
Weitere Informationen zu den Seniorensicherheitsbeauftragten gibt es beim Präventionsrat unter Telefon 069/212-35443. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)
Zum dritten Mal in diesem Jahr stehen Warnstreiks bevor, von denen auch die Fahrgäste im Frankfurter Nahverkehr betroffen sein werden: Von Dienstag, 11. März, bis Donnerstag, 13. März, werden voraussichtlich die U-Bahnen und Straßenbahnen in Frankfurt am Main nicht verkehren. Es ist damit zu rechnen, dass an den drei Tagen die Züge aller neun U-Bahnlinien und zehn Straßenbahnlinien aufgrund des Streiks in den Depots bleiben werden.
Vor allem das Bestreiken der U-Bahn als Rückgrat des städtischen Nahverkehrsnetzes wird viele Fahrgäste betreffen. Da aber S-Bahnen, Regionalzüge und auch die städtischen Frankfurter Buslinien verkehren, können diese im Frankfurter Nahverkehrsnetz sicher vielfach als Alternative weiterhelfen. Gerade im Busverkehr ist jedoch teilweise mit einer spürbar höheren Nachfrage zu rechnen.
Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und die VGF empfehlen ihren Fahrgästen, sich möglichst kurz vor Fahrtantritt noch einmal aktuelle Informationen einzuholen. Man erhält diese über die Radiosender, am RMV-Servicetelefon unter 069/24248024, das rund um die Uhr erreichbar ist, im Internet unter rmv-frankfurt.de und in den Sozialen Medien (siehe unten).
In der Internet-Fahrplanauskunft lassen sich die U-Bahn- und Straßenbahnverbindungen ausblenden, so dass nur die alternativen S-Bahnen, Regionalbahnen und Busse angezeigt werden, die tatsächlich verkehren: Unter „Womit“ wählt man „Optionen anzeigen“ und entfernt dort die Häkchen bei „U-Bahn“ und bei „Straßenbahn“.
Diese Linien verkehren voraussichtlich trotz des Warnstreiks im öffentlichen Dienst:
Informationen im Internet und in den sozialen Medien gibt es unter:
(Quelle: Stadt Frankfurt am Main)
Voraussichtlich ab Samstag, dem 15. März, wird damit begonnen, das Wasser auf den Friedhöfen nach und nach wieder anzustellen. Bis das Wasser tatsächlich auf allen 36 Frankfurter Friedhöfen läuft, dauert es einige Tage. Zahlreiche Haupt- und Nebenleitungen müssen aufgedreht und sämtliche Wasserzapfstellen überprüft werden. Etwaige Schäden, die dabei zutage treten, werden schnellstmöglich behoben. Zudem kann sich der Termin bei anhaltendem Frost nach hinten verschieben.
Bis Ende März sollte das Wasser jedoch überall zur Verfügung stehen. Sicherheitshalber empfiehlt das Grünflächenamt, sich vor der Frühjahrsbepflanzung bei der jeweiligen Friedhofsverwaltung zu erkundigen, ob das Wasser bereits angestellt ist. Die Telefonnummern sind auf der Website friedhof-frankfurt.de und in den Aushangkästen am Eingang jedes Friedhofs zu finden.
Seit dem 1. März sind die Friedhöfe auch wieder länger geöffnet. Bis 18 Uhr stehen die Tore offen, ab Dienstag, 1. April, sogar bis 20 Uhr. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)
Die Bauaufsicht Frankfurt (BAF) treibt die Digitalisierung der Verwaltung weiter voran: Ab Dienstag, 1. April, wird das Baugenehmigungsverfahren vollständig digital abgewickelt. Damit reagiert die Stadt auf die langjährigen Forderungen von Bauherren und Architekten nach einem modernen, schnellen und transparenten Verfahren. Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, betont die Bedeutung dieses Schrittes: „Digitale Verwaltungsprozesse sind kein Luxus, sondern ein Muss – für Bürgerinnen und Bürger, für Unternehmen und für den gesamten Wirtschaftsstandort Frankfurt. Mit der Einführung des digitalen Bauantrags setzen wir Maßstäbe und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Stadt.“
Frankfurt steht im internationalen Wettbewerb, und effiziente digitale Verwaltungsprozesse sind ein entscheidender Standortfaktor. Besonders das Bauantragsverfahren, eines der komplexesten Verwaltungsverfahren, profitiert von der Digitalisierung. Weniger Bürokratie, kürzere Bearbeitungszeiten und mehr Transparenz sind die unmittelbaren Vorteile für Bauherren, Planer und Behörden.
Bereits 2017 hat die Bauaufsicht Frankfurt mit der Einführung der digitalen Antragstellung für Werbeanlagen erste Schritte in Richtung Digitalisierung unternommen. Dabei entschied sie sich bewusst gegen einen Alleingang und initiierte eine landesweite Zusammenarbeit. Ein entscheidender Durchbruch gelang 2018, als Frankfurt den Gesetzgeber dazu bewegen konnte, zentrale Hürden in der Hessischen Bauordnung (HBO) abzubauen. Eine der wichtigsten Änderungen war der Entfall der Schriftform, sodass digitale Bauanträge nun verbindlich eingereicht werden können. Auf Grundlage dieser Entwicklung wurde die Ekom21 als Digitalisierungsdienstleister in den Jahren 2019 und 2020 mit der Entwicklung eines zentralen digitalen Bauportals für Hessen beauftragt. Frankfurt ist als Pilotbehörde maßgeblich an der Gestaltung des Bauportals beteiligt.
Auch das Land Hessen unterstützt diesen Prozess. Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori betont: „Der digitale Bauantrag ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Digitalisierung und Vereinheitlichung der Antragsverfahren in Hessen. Mit diesem wichtigen Schritt und den damit verbundenen kürzeren Genehmigungszeiten schaffen wir ein attraktives Angebot für Bauherren und Investoren, die in den Wirtschaftsstandort Frankfurt investieren. Die vollständige Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahrens ist Vorbild für weitere digitale Serviceleistungen von Behörden in Hessen und ebenso richtungsweisend für den Bund.“
Das neue digitale Bauportal ermöglicht eine durchgängige und medienbruchfreie Abwicklung des gesamten Genehmigungsprozesses – von der Antragstellung über die Erteilung der Baugenehmigung bis hin zur Fertigstellung des Bauprojekts. Zudem erleichtert es die digitale Beteiligung der verschiedenen Ämter in der Stadtverwaltung und sorgt für eine nahtlose Kommunikation zwischen allen relevanten Behörden und dem Regierungspräsidium in Darmstadt. Ein geführter Dialog unterstützt Bauherren und Planer bei der Antragstellung, und das einheitliche Portal für ganz Hessen gewährleistet eine sichere Weiterleitung aller Daten und Unterlagen.
Um den Antrag überhaupt digital stellen zu können, hatte die Bauaufsicht der Stadt Frankfurt als Voraussetzung ihre Software zur Anbindung an das Portal auf eine neue Version aktualisiert. Dies wurde von der Hessischen Digitalministerin mit über 100.000 Euro gefördert. „Bei Digitalisierungsvorhaben liegt großes Potenzial in der Zusammenarbeit und im Transfer guter Lösungen. Dies ist eines der inzwischen 92 Projekte aus dem Programm ,Starke Heimat Hessen‘, mit denen sich Hessen zu einer Smart Region entwickelt und damit die Digitalisierung der Kommunen wesentlich vorangetrieben wird“, ergänzte Digitalministerin Prof. Kristina Sinemus.
Die Digitalisierung des Bauantragsverfahrens bringt zahlreiche Vorteile mit sich: Die papierlose Bearbeitung reduziert Druck- und Plotterkosten erheblich, da keine Mehrfachausfertigungen von Unterlagen mehr erforderlich sind. Kürzere Abstimmungswege und reduzierte Nachforderungen führen zu einer schnelleren Bearbeitung der Anträge. Besonders Bauherren und Entwurfsverfasser profitieren von der erheblichen Zeitersparnis. Zudem entfällt der Unterschriftenaufwand für Bauherrn, da digitale Anträge verbindlich eingereicht werden können. Auch die Archivierung wird effizienter, da keine physischen Aktenberge mehr entstehen.
Simone Zapke, Amtsleiterin der Bauaufsicht Frankfurt, fasst die Bedeutung dieser Entwicklung zusammen: „Mit der Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahrens macht Frankfurt einen großen Schritt in Richtung Zukunft. Eine moderne Verwaltung, die effizient arbeitet und den Standort Frankfurt stärkt – davon profitieren Bürger, Unternehmen und die gesamte Stadt.“
Die Bauaufsicht Frankfurt setzt bereits heute auf digitale Lösungen und hat in den vergangenen Jahren entscheidende Maßnahmen zur Modernisierung der Verwaltung ergriffen. Eine zentrale Scanstelle erfasst Papierdokumente und integriert sie in digitale Prozesse. Seit Juli 2023 erfolgt die Antragstellung für Werbeanlagen ausschließlich digital. Zudem wurde ein digitales Bestandsarchiv aufgebaut, in dem bereits über zehn Kilometer Akten digitalisiert wurden. Bauherren können von ihrem eigenen PC aus auf relevante Dokumente zugreifen. Ein weiteres Beispiel ist die digitale Baulastauskunft mit E-Payment-Funktion, die jährlich rund 4000 Anfragen verarbeitet.
Mit der vollständigen Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahrens setzt Frankfurt ein starkes Zeichen für eine moderne und effiziente Verwaltung, die den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.