Archiv der Kategorie: Frankfurt am Main

Neue Kleinspielfelder in Nied eröffnet

Am Freitag, dem 21. März 2025, hat die feierliche Eröffnung der neuen Kleinspielfelder am Denisweg neben dem Sportplatz des FV Alemannia 08 Nied stattgefunden. Zu diesem besonderen Anlass waren Oberbürgermeister und Sportdezernent Mike Josef sowie Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, anwesend, um die neuen Sporteinrichtungen gemeinsam mit dem FV Alemannia 08 Nied offiziell zu eröffnen.

Sport als Motor für den sozialen Zusammenhalt

Die neuen Kleinspielfelder sind ein Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“. Seit August 2024 wurde auf der kleinen Fläche am Denisweg gebaut, um das nachbarschaftliche Miteinander durch niedrigschwellige Sportangebote zu fördern. Entstanden sind zwei moderne Kleinspielfelder: eines mit Kunstrasen für Fußball und eines mit einem Kunststoffbelag, auf dem Basketball gespielt werden kann. Neben den beiden Feldern wurden zusätzlich neun Fitnessgeräte installiert, die vielfältige Bewegungsmöglichkeiten für alle Niederinnnen und Nieder bieten.

„Wir freuen uns, dass wir nun die Eröffnung der Kleinspielfelder feiern können“, sagte Oberbürgermeister Josef. „Diese neuen Sporteinrichtungen unterstützen nicht nur den FV Alemannia 08 Nied, sondern sind ein Gewinn für den ganzen Stadtteil. Sie ermuntern dazu, gemeinsam Sport zu treiben und aktiv zu sein – egal ob im Verein oder einfach in der Freizeit.“

Ein offener Treffpunkt für alle Generationen

Alle Baumaßnahmen sind mittlerweile abgeschlossen. Nun können die neuen Tore, ein Basketballkorb und verschiedene Fitnessgeräte genutzt werden. Mit dem neuen Beleuchtungsmast lässt sich auch bis in die Abendstunden Sport treiben. Zudem wurden Zäune und Ballfangzäune um die Spielfelder errichtet und Bänke sowie Fahrradständer aufgestellt.

Ein besonderes Merkmal ist das Tor im Zaun zum Gelände des FV Alemannia 08 Nied. Es ermöglicht dem Verein, die neuen Plätze während des Vereinstrainings zu nutzen. Außerhalb der Trainingszeiten stehen sie allen zur Verfügung.

„Gemeinsam mit dem Engagement des Stadtteils konnten wir ein neues inklusives Sportangebot in Nied schaffen. Als sozialer Treffpunkt für Jung und Alt stärkt diese Anlage das Miteinander im Stadtteil“, betonte Planungsdezernent Gwechenberger, und sagte: „Wir laden alle herzlich ein, die neuen Kleinspielfelder zu entdecken.“

Zum Hintergrund

Die Soziale Stadt Nied ist ein Stadterneuerungsgebiet der Stadt Frankfurt am Main. In Nied sollen durch das Programm Sozialer Zusammenhalt mit sozialen und städtebaulichen Projekten die Lebensverhältnisse nachhaltig verbessert werden. Gefördert wird dieses Ziel mit Bundes- und Landesmitteln sowie von der Stadt Frankfurt am Main. Grundlegend ist ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), das am 12. Mai 2022 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde.

Das Stadtplanungsamt hat den Caritasverband Frankfurt mit dem Quartiersmanagement und die ProjektStadt | Integrierte Stadtentwicklung mit der Projektsteuerung sowie der Erarbeitung des ISEK beauftragt. Weitere Informationen gibt es unter stadtplanungsamt-frankfurt.de. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

75-Jähriger durch Feuer und Explosion verletzt

Am gestrigen Donnerstag, 20. März 2025, verletzte sich ein 75-Jähriger schwer, als dieser Gartenabfälle verbrannte. Die Feuerwehr löschte den Brand.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge legte der Mann aus dem Häuserhofweg aus bisher ungeklärten Gründen ein Paket mit Schwarzpulver in das Feuer, welches unmittelbar danach explodierte. Ein in der Nähe befindlicher Baum fing daraufhin Feuer. Die Ehefrau des 75-Jährigen fuhr diesen in ein umliegendes Krankenhaus. Mitarbeiter des Krankenhauses machten sodann sowohl die Feuerwehr, als auch die Polizei auf den Brand aufmerksam. Die Feuerwehrkräfte löschten das Restfeuer. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Passbilder ab 1. Mai nur noch digital

Ab Donnerstag, 1. Mai, dürfen Fotos für Personalausweise und Reisepässe ausschließlich digital erstellt und über eine vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierte Cloud übermittelt werden. Die Passfotos können auch in Zukunft bei einem Fotodienstleister oder direkt im Bürgeramt gemacht werden.

Die Übermittlung des bei einem Fotodienstleister erstellten digitalen Lichtbildes erfolgt über ein vom Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziertes, gesichertes Cloudverfahren. Kundinnen und Kunden erhalten nach der Aufnahme bei einem Fotodienstleister einen QR-Code, den sie im Bürgeramt vorlegen. Über diesen Code wird das Foto direkt aus der Cloud abgerufen.

Damit diese Wahlmöglichkeit auch in Zukunft besteht, müssen sich Fotodienstleister rechtzeitig an die neue digitale Infrastruktur anschließen. Detaillierte Informationen zur technischen Umsetzung stehen für Fotodienstleister auf der Website der Stadt Frankfurt frankfurt.de/buergeramt unter der Rubrik „Informationen zum Passbild ab Mai 2025“ bereit.

Die neuen Bestimmungen gelten für Personalausweise und Reisepässe sowie Aufenthaltstitel und Reiseausweise, die bei der Ausländerbehörde (FIO) beantragt werden. Für Führerscheine ist bei persönlicher Antragstellung weiterhin ein klassisches Papierfoto erforderlich.

Warum die Änderung?

Hintergrund der neuen Vorschrift ist der Schutz vor Morphing. Bei dieser Manipulationstechnik werden mehrere Gesichtsbilder zu einem einzigen Bild verschmolzen. Diese Methode kann zur Täuschung von Identitätskontrollen oder unerlaubten Grenzübertritten genutzt werden. Die digitale Übermittlung von Passbildern soll das Risiko von Identitätsdiebstahl und Missbrauch erheblich reduzieren. (Quelle: Frankfurt am Main)

Frankfurt saniert Parks und Grünzüge mit Millionen-Investition

Phlosophenweg, Frankfurt am Main Unterliederbach
Diesen Anblick soll der Philosophenweg am Liederbach in Frankfurt am Main Unterliederbach nach der Sanierung nicht mehr bieten. (Archivbild: Jürgen Lange)

Matschige Wege mit Schlaglöchern, Pfützen und Stolperfallen – gerade nach einem langen Winter oder anhaltenden Regenfällen werden sie häufig für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende zum Problem. Das möchte das Grünflächenamt nun ändern: Mit einer Investition von 2,8 Millionen Euro werden in den kommenden Monaten Wege grundhaft saniert.

„Massive Austrocknung durch Hitze und Trockenheit oder starker Regen beschädigen die oft alten Wege in unseren Anlagen massiv. Ihre Wiederherstellung dauert häufig lang und ist kostenintensiv“, sagt Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez. „Gerade unter den zunehmenden Belastungen des Klimawandels müssen wir aber dafür sorgen, dass wir unsere Grünanlagen als Orte der Erholung, des Austauschs und der Begegnung erhalten. Sichere Parkwege gehören dazu. Mit der grundhaften Sanierung investieren wir nicht nur in die Infrastruktur, sondern auch in die Lebensqualität der Frankfurterinnen und Frankfurter.“

Insgesamt werden rund 16,3 Kilometer Wege in 27 Grünanlagen und Parks im gesamten Stadtgebiet instandgesetzt. Das entspricht in etwa einer Fläche von 49.000 Quadratmetern oder sieben Fußballfeldern. Bei der Sanierung der Wege wird der bestehende Kiesbelag anders als bei vorherigen Maßnahmen vollständig ausgetauscht. In Bereichen, in denen der ständige Publikumsverkehr die Wege stark beansprucht, werden die Wege dauerhaft befestigt. Gerade in historischen Anlagen überwiegen häufig wassergebundene Wegedecken aus Kies. Wo es der Denkmalschutz zulässt, sollen auch dort die Wege dauerhaft befestigt werden.

Ein Beispiel für diese Maßnahmen ist der Günthersburgpark, wo einige Hauptwege statt Kies nun einen hellen Asphalt erhalten werden. In der Untermainanlage wird Natursteinpflaster verlegt, neue Wege aus Betonpflaster werden in der Magarete-Schütte-Lithozky-Anlage in Praunheim sowie im Grünzug an der Anne-Frank-Straße in Eschersheim verlegt werden.

Bereits Mitte Februar haben die Arbeiten mit der Instandsetzung des Weges entlang des Liederbaches in Unterliederbach begonnen und werden in den kommenden Monaten mit der Sanierung von Wegen in den Wallanlagen und dem Anlagenring im Stadtzentrum fortgesetzt. Im Sommerhoffpark im Gutleutviertel und im Bernuspark in Bockenheim werden die Kieswege in zwei historischen Grünanlagen instandgesetzt. Auch die durch zahlreiche Veranstaltungen stark beanspruchten Kieswege im Mainuferpark zwischen Westhafen und Untermainbrücke erhalten einen neuen Belag.

Weitere Sanierungen wird es in den Grünanlagen Am Bubeloch in Heddernheim, dem Bürgermeister-Schubert-Park in Griesheim sowie dem Grünzug Geisenheimer Straße in Schwanheim geben. In Niederrad werden im Elli-Lucht-Park geschädigte Wege saniert und auch im Biegwald werden die Wege instandgesetzt.

Keine neuen Wege, aber dennoch von großer Bedeutung, sind die Kiesbeläge der Bolzplätze an der Stresemannallee in Sachsenhausen und in den Stegwiesen in Niederursel, die in den kommenden Monaten ebenfalls umfassend saniert werden.

Während der Arbeiten werden einzelne Bereiche von Grünanlagen oder ganze Parks gesperrt. Das Grünflächenamt bittet die Bürgerinnen und Bürger darum, parallel verlaufende Wege und Gehwege zu nutzen. Wo erforderlich, werden Umleitungen ausgeschildert. Die Arbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Dehnungsfugenbrand

Gegen 5:30 Uhr wurde der Rettungsdienst zu einem medizinischen Notfall nach Schwanheim in die Deidesheimer Straße alarmiert. Beim Eintreffen der Kollegen des Rettungsdienstes löste der mitgeführte Kohlenmonoxidmelder aus. Daraufhin wurde ein umfangreiches Aufgebot der Feuerwehr zur Einsatzstelle entsandt. Nach einer Erkundungsphase wurde ein Dehnungsfugenbrand zwischen zwei Häusern als Ursache für die erhöhten Kohlenmonoxidwerte festgestellt. Fünf Bewohner wurden aus den beiden Häusern ins Freie gebracht und vom Rettungsdienst gesichtet. Keiner der Bewohner musste weiter behandelt werden und kam für die Dauer des Einsatzes bei Nachbarn unter. Die Dehnungsfuge wurden mit einem Speziallöschgerät abgelöscht. Nach Abschluss der Löscharbeiten konnten die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Ein größerer Brandschaden und eine Brandausbreitung konnten verhindert werden. Der Feuerwehreinsatz war gegen 11 Uhr beendet. (Quelle: Feuerwehr Frankfurt am Main, Informations- u. Kommunikationsmanagement)

Frühlingsfest Sossenheim setzt aus

Das Frühlingsfest in Sossenheim kann in diesem Jahr aufgrund veränderter Anforderungen in Absprache mit den beteiligten Partnern nicht stattfinden. Das kleine Fest in der Kurmainzer Straße war in der Zeit von Freitag, dem 21., bis Montag, dem 24. März 2025, geplant.

Aufgrund kurzfristig gestiegener Sicherheitsanforderungen, resultierend aus den Ereignissen in der jüngsten Vergangenheit, sind die Überarbeitung und Durchführung der Veranstaltung unter den gegebenen Bedingungen organisatorisch nicht leistbar. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

„Wie dürfen nicht resignieren“ – Internationale Wochen gegen Rassismus eröffnet

Mit einem Staffellauf haben am Montag, dem 17. März, die Internationalen Wochen gegen Rassismus begonnen. Organisiert von der Rhine-Ruhr 2025 World University Games trugen Freiwillige der Sportjugend Hessen die Flamme nach einer kleinen Runde um die Neue Altstadt zum Stadthaus am Dom, wo Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stiftung gegen Rassismus die 120 Gäste der Auftaktveranstaltung begrüßte.

In ihrer Rede erinnerte Eskandari-Grünberg an die Zeit Mitte der 1990er Jahre, als die Internationalen Wochen gegen Rassismus auf Initiative der Zivilgesellschaft erstmals stattfanden. Die Zeit sei geprägt gewesen von Angriffen auf Geflüchtetenunterkünfte, Brandanschläge und Menschenjagden. „Inzwischen sind rassistische und antidemokratische Bewegungen weltweit auf dem Vormarsch“, sagte Eskandari-Grünberg. „Diese Entwicklung beunruhigt und macht Angst. Aber wir dürfen nicht resignieren.“

Die Bürgermeisterin dankte der Stiftung gegen Rassismus für ihr Engagement. Die Stiftung sieht ihre Aufgabe in erster Linie in der Planung und Koordinierung der jährlich stattfindenden bundesweiten Wochen gegen Rassismus. Stiftungsgründer und Geschäftsführer Jürgen Micksch sagte: „Die tausenden Veranstaltungen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus sind ein Signal für eine menschenfreundliche Gesellschaft. Nach einem migrationsfeindlichen Wahlkampf, bei dem hunderttausende Menschen gegen rechts auf die Straße gingen, folgen nun bunte Aktionen und Veranstaltungen für Respekt und die Menschenwürde. Gemeinsam kann dadurch die Stimmung im Land geändert werden.“

Die Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, Heike Hofmann, fügte hinzu: „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie zu bewahren, erfordert von uns allen, dass wir uns spaltenden Kräften, Rassismus und Antisemitismus entschieden entgegenstellen. Wir dürfen nicht akzeptieren, dass Diskriminierung für Menschen unseres Landes Teil ihres Alltags ist. Unsere Demokratie lebt von Vielfalt, Teilhabe und Mitbestimmung. Das macht Veranstaltungen wie diese und Initiativen wie die Internationale Woche gegen Rassismus so wichtig: Sie machen das Engagement für eine offene und vielfältige Gesellschaft öffentlich sicht- und erlebbar.“

Staatsministerin Reem Alabali-Radovan, die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus, schickte für die Auftaktveranstaltung eine Videobotschaft. In einer Podiumsrunde sprachen Eskandari-Grünberg, DFB-Vizepräsidentin Célia Šašić und Cetin Gültekin, Bruder des in Hanau ermordeten Gökhan Gültekin, über Möglichkeiten, auf verschiedenen Ebenen gegen Rassismus vorzugehen.

Mit insgesamt 20 Veranstaltungen beteiligen sich Initiativen und Vereine aus Frankfurt an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Unter anderem gibt es Workshops, Lesungen, Filmvorführungen, eine Comedy-Show und mehrere interreligöse Fastenbrechen. Die Projekte werden vom Diversitätsdezernat mit bis zu 4000 Euro gefördert. Mehr Informationen gibt es unter frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/stabsstelle-antidiskriminierung/aktionstage-gegen-rassismus. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Der Kulturcampus – ein gemeinsames Projekt von Stadt und Land

Ministerpräsident Boris Rhein hat gemeinsam mit Wissenschaftsminister Timon Gremmels und der Stadt Frankfurt den Startschuss für den Frankfurter Kulturcampus auf dem ehemaligen Universitätsgelände in Bockenheim gegeben. Die gemeinsame Lösung von Stadt und Land ist für den Regierungschef ein einzigartiges Projekt, um Kunst, Wissenschaft und Wohnen miteinander zu verbinden. „Eine Vision wird Wirklichkeit: Mit dem jetzt vereinbarten Neubau der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst als Kern des Kulturcampus nimmt dessen Entwicklung konkrete Formen an. Damit lösen wir ein Versprechen ein, das sich Land und Stadt vor Jahren gegeben haben: Wir realisieren ein Bauprojekt mit Strahlkraft für Hessens gesamte Kulturlandschaft und geben der Hochschule Planungssicherheit für modernes Lernen und Forschen. In Frankfurt entsteht damit nicht nur ein hochmodernes Zentrum für künstlerische Ausbildung und Exzellenz, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt“, sagte Rhein. Der Ministerpräsident stellte die Pläne am Montag, 17. März, zusammen mit Wissenschaftsminister Gremmels, Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef und Kulturdezernentin Ina Hartwig in Frankfurt vor.

Oberbürgermeister Josef betonte die Bedeutung der Standortentscheidung für Frankfurt: „Der zentrale Baustein ist vereinbart: Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst wird auf dem ehemaligen Universitätsgelände in Bockenheim gebaut. Der Kulturcampus wird ein Zukunftsprojekt mit Strahlkraft für die ganze Stadt. Die Musikhochschule ist das Herzstück. Mit dieser Entscheidung fallen letztlich alle Puzzleteile an ihren Platz und alles andere wird sich daran orientieren können. Mir war besonders wichtig, dass sich der Charakter des Stadtteils Bockenheim in der Lösung widerspiegelt und dass wir unsere Zusage einhalten können, eine gute Alternative nach dem Wegzug der Goethe-Universität zu finden. Ich bin überzeugt, wir haben jetzt eine hervorragende Lösung für das Land Hessen, für die Musikhochschule und auch für Bockenheim.“

Kunst- und Wissenschaftsminister Gremmels hob die Bedeutung des Kulturcampus als offenen und integrativen Ort hervor: „Wir setzen heute ein klares Zeichen. Wir geben der HfMDK den Raum, den sie braucht. Mit dem Kulturcampus und dem neuen Standort der HfMDK etablieren wir nicht nur einen Ort der wissenschaftlichen Bildung und der Hochkultur, sondern einen lebendigen Raum für alle – mit Stadtteilanbindung, Soziokultur und offenen Räumen für Kunst und Begegnung. Außerdem schaffen wir bezahlbaren studentischen Wohnraum, der dringend benötigt wird. Ich danke allen, die diesen Weg mitgegangen sind und weiter mit uns gehen. Ich bin mir sicher: Der Kulturcampus wird ein Ort der Wissenschaft, der Kunst, der Begegnung und ein Symbol dafür, dass Politik gestalten kann.“

Kulturdezernentin Hartwig ergänzte: „Heute ist ein besonderer Tag für die Kultur in Frankfurt: Bockenheim bekommt nun doch noch – endlich – seinen Kulturcampus. Die beiden wichtigsten Institutionen können als Herzstück des Campus realisiert werden: Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und das Frankfurt LAB. Das LAB ist ein großartiges Projekt, in dem die verschiedensten Institutionen der darstellenden Kunst und Musik und besonders junge Künstlerinnen und Künstler zusammenkommen. Gleichzeitig wirkt das LAB in die Nachbarschaft, in den Stadtteil hinein und eröffnet ganz neue Perspektiven und Chancen für Bockenheim und die gesamte Stadt Frankfurt. Ich freue mich sehr über die Entscheidung des Landes, die HfMDK in Bockenheim anzusiedeln.“

Stadt und Land hatten sich vorab im Einvernehmen mit der HfMDK darauf geeinigt, auf einen zusammenhängenden Baukörper im südlichen Baufeld zu verzichten und das Raumprogramm stattdessen auf mehrere Gebäude auf dem Areal der Dondorf-Druckerei im Norden und auf ein weiteres Baufeld jenseits der Bockenheimer Landstraße zu verteilen. Ein Studierendenwohnheim, das eine Mensa im Erdgeschoss beherbergen könnte, soll dabei als verbindendes Element dienen. Die bauliche Realisierung des Vorhabens erfolgt im Rahmen eines Architekturwettbewerbs des Landes, der noch in diesem Jahr ausgelobt werden soll. Das Land wird den Neubau mit 170 Millionen Euro aus dem Hochschulbauprogramm HEUREKA fördern.

Das Hochschulbauprogramm HEUREKA

Seit 2008 fördert das Hochschulbau-Investitionsprogramm HEUREKA den Hochschulbau in Hessen mit einem Gesamtvolumen von 5,7 Milliarden Euro bis 2031 (HEUREKA III). Bereits 2015 setzte der damalige Wissenschaftsminister und heutige Ministerpräsident Rhein einen Investitionsschwerpunkt bei den Kunsthochschulen HfG Offenbach und HfMDK Frankfurt sowie der Hochschule Geisenheim. Der Ausbau der Hochschule Geisenheim läuft, der Neubau der HfG Offenbach wird nach einem Architektenwettbewerb geplant.

Die Planungen für das Frankfurt LAB

Da nun die Entscheidung des Landes vorliegt, die Musikhochschule auf dem Kulturcampus Bockenheim anzusiedeln, kann die Stadt Frankfurt in die konkrete weitere Planung einsteigen. Auf dem Gelände der Kunstbibliothek könnte nach einer Phase der Zwischennutzung das Frankfurt LAB neu gebaut werden. Fest steht, dass der Platz reicht für die entsprechende Planung. Demnach umfassen die neuen Räumlichkeiten eine Probebühne im Obergeschoss sowie einen ebenerdigen großen Saal (30 mal 50 Meter), der direkt zugänglich und anlieferbar ist. Somit werden alle Raumbedarfe des LAB erfüllt, und die Situation verbessert sich im Vergleich zur aktuellen Situation in der Schmidtstraße im Frankfurter Stadtteil Gallus maßgeblich. Der Magistrat der Stadt Frankfurt wird auf Basis dieser Einigung einen Grundlagenbeschluss zum Bau des Frankfurt LAB erarbeiten. Entsprechende Planungsmittel sind bereits in den städtischen Haushalten eingestellt.

Weitere Stimmen zum geplanten Kulturcampus

Petra Roth, ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, außerdem Ehrenbürgerin und eine der Initiatoren des Kulturcampus: „Bei meinem 80. Geburtstag im vergangenen Jahr im Kaisersaal im Rathaus Römer habe ich einen Herzenswunsch geäußert. Ich sagte: ‚Ministerpräsident Boris Rhein und Oberbürgermeister Mike Josef sollen sich zusammenspannen und den Kulturcampus zum Klingen bringen.‘ Heute bin ich glücklich und begeistert, feststellen zu können, dass mein Geburtstagswunsch auf einen fruchtbaren Boden gefallen ist. Mit der Entscheidung zum Standort der Hochschule für Musik sind wir einen großen Schritt vorangekommen.“

Elmar Fulda, Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK): „Die Bekräftigung der Landesregierung, den dringend erforderlichen Neubau der HfMDK prioritär zu realisieren, ist ein starkes Signal in finanziell schwierigen Zeiten. Die Stadt Frankfurt hat wichtige Klärungen zu den in den letzten Jahren veränderten städtebaulichen Rahmenbedingungen in Bockenheim herbeigeführt. Wir danken allen, die an der Entscheidung mitgewirkt haben. Jetzt müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass alle weiteren Planungs- und Bauprozesse mit höchstem Tempo in einem belastbaren Zeitrahmen erfolgen und die notwendigen Finanzmittel für funktionale und qualitätsvolle Gebäude bereitstehen, damit nicht im Bestand die Lichter ausgehen, bevor der Neubau bezogen werden kann. Wir freuen uns, wenn die Stadt die Überlegungen aus den Planungswerkstätten der 2010er Jahren aufgreift und die Bockenheimer Landstraße in diesem Abschnitt neugestaltet. So kann ein urbanes Zentrum mit hoher Aufenthaltsqualität dort entstehen, wo heute noch der Autoverkehr dominiert und Fußgänger zu erheblichen Umwegen gezwungen sind.“

Hessens Finanzstaatssekretär Uwe Becker: „Der Kulturcampus ist für die Stadt Frankfurt und für das Land Hessen von besonderer Bedeutung, da Wissenschaft, Kultur und Stadtgesellschaft hier in Bockenheim produktiv zusammenkommen. Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst wird diesen Stadtteil neu beleben, der so viele Jahre durch die Goethe-Universität geprägt wurde. Neben mehreren Neubauten ist auch die Dondorf-Druckerei Bestandteil des neuen Konzepts und wird in das Ensemble für die HfMDK integriert. Durch die nun gefundene Verständigung mit der Stadt ist der Weg frei für einen Realisierungswettbewerb des Landes.“

Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen: „Mit der Entscheidung des Landes Hessen, die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Bockenheim zu errichten, kommt der Kulturcampus einen wichtigen Schritt weiter. Die Idee eines vielfältigen und gemeinwohlorientierten Campus ist durch die bereits bestehenden Angebote und geplanten Zwischennutzungen schon heute erlebbar. Die Hochschule fügt sich perfekt in diesen besonderen Ort ein und wird zur weiteren Belebung beitragen. Ich freue mich auf die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Land und bin sehr auf die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs gespannt.“

Frank Junker, Geschäftsführer ABG Frankfurt Holding: „Wir freuen uns, dass nunmehr eine Vereinbarung zwischen der Stadt Frankfurt am Main und dem Land Hessen zustande gekommen ist, die einerseits den Gedanken des Kulturcampus mit Leben füllt und andererseits uns nunmehr die Möglichkeit eröffnet, dass wir jetzt mit der Planung und Realisierung von dringend benötigtem, bezahlbarem Wohnraum auf dem Kulturcampus-Areal beginnen können. Dabei werden wir auch unter Berücksichtigung der grauen Energie die Revitalisierung des Juridicums prüfen.“ (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

„Gases for life“ oder ein Sonntagsspaziergang

Frankfurt am Main, Höchst, Unterliederbach, Rodopa

Eine sonntägliche Aufnahme vom Gelände des Höchster Klinikums aus. Links im Hintergrund ist das Gebäude Sieringstraße 54, davor das Restaurant Rodopa zu erkennen. Beide Gebäude befinden sich schon im Nachbarstadtteil Unterliederbach. In der Bildmitte befindet sich das Mitscherlich Haus. Rechts neben dem Gastank ist ein Teil des neuen Klinikums zu sehen. Die Momentaufnahme entstand im März 2025.