Alle Beiträge von rattlesnake

... rattlesnake, immer klein geschrieben, ist eine Kunstfigur, die irgendwann Ende der 70er-Jahre oder zum Beginn der 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts in der Redaktion einer Frankfurter Hochschulzeitung auftauchte.

Der Abstiegskampf (12) – endlich mal wieder drei Punkte

Am 12. Spieltag hat Eintracht Frankfurt endlich mal wieder drei Punkte eingefahren und damit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Heute wurde nämlich eines von den Spielen des Jahres gewonnen.

Nein, das hat Trainer Armin Veh kürzlich klar gemacht, nicht ein Spiel Erster gegen Dritter ist für die Eintracht wichtig, sondern die Spiele gegen Mannschaften, die genauso wie Eintracht Frankfurt gegen den Abstieg kämpfen. Die Mannschaft hat das begriffen, die Fans noch nicht alle.

Am 12. Spieltag hat Eintracht Frankfurt den dritten Tabellenplatz verteidigt. Der Abstand zur Tabellenspitze beträgt derzeit acht Punkte, der zum Relegationsplatz zwölf. Vor einer Woche bestand zum Relegationsplatz nur ein Abstand von neun Punkten, was einmal zeigt, wie wenig es aussagt, dass sich Eintracht Frankfurt derzeit auf dem dritten Tabellenplatz befindet, und wie wichtig der Sieg gegen den FC Augsburg war.

Ach ja: Natürlich freut es mich, dass Alex Meier, dem viele Fans vor der Saison die Erstligatauglichkeit abgesprochen haben, wieder zweimal getroffen hat.

Ein neues Spielzeug musste her

Ich muss vorausschicken, dass ich noch zu einer Generation gehöre, für die eine Wählscheibe Bestandteil eines ordentlichen Telefonapparates war. Schon die Einführung von Tasten erschien mir zunächst als Teufelszeug. Diese Tasten hatte ich schon tausendfach in amerikanischen Filmen gesehen, aber ein Tastentelefon in meiner Wohnung wollte ich mir nicht so richtig vorstellen.

Einen Telefonapparat ohne Kabel, welches sich ständig verdreht, entsprach dann schon eher meinen Vorstellungen und so war ich schon sehr früh Besitzer eines Handys. Das Wort „Handy” klingt zwar englisch, wird aber in der englischsprachigen Welt nicht so verstanden, wie wir es meinen. Dort heißt ein solches Gerät „mobile” oder „cellular phone”.

Mein erstes Handy war groß und schwer. Der Akku reichte gerade mal für 25-30 Minuten Telefonie, die Standby-Zeit lag bei knapp acht Stunden. Dafür lag es gut in der Hand, man kam sich mit diesem Faustkeil nie nackt und unbewaffnet vor.

Jahre später, ich besaß bereits mein zweites oder drittes Handy, sah ich meinen Erstling in einem Krimi, der in Berlin spielte, wieder. Die Handlung war absolut unglaubwürdig, da die handelnden Beamten viel zu häufig und viel zu lange mit den Geräten telefonierten. Meine Überlegungen gingen damals allerdings eher dahin, ob man einen Täter eher durch einen Wurf mit dem Handy oder mit der Dienstpistole außer Gefecht setzen könne.

Nach den Erfahrungen mit meinem ersten teutonischen Handy griff ich dann zu finnischen Modellen. Die waren kleiner und deren Akku erlaubte einen längeren Betrieb. Außerdem waren sie in der Lage, einfache Internetseiten anzuzeigen. Das war aber teuer.

Mein letztes Handy kam nicht aus Finnland und war eine Fehlkonstruktion. Es konnte fotografieren und filmen, aber die Autovervollständigung beim Schreiben einer SMS war eine Katastrophe. Trotzdem begleitete es mich mehr als fünf Jahre lang, – ich bin halt wertkonservativ.

In der S-Bahn, im Bus, im Café, ja selbst in der Apfelweinkneipe tauchten plötzlich Menschen auf, die ihr Handy streichelten. Ich dachte zunächst an eine neue Perversion. Dann hörte ich Begriffe wie iDies und iDas und auch Android. Gespräche drehten sich auf einmal um Apps, die man unbedingt haben müsste, und ich war außen vor. Endgültig frustriert war ich, als man mir bei der Eingangskontrolle zu einem Rock-Konzert den Fotoapparat abnahm und ich zusehen musste, wie hunderte von Konzertbesuchern ihre Handys streichelten und daraufhin schöne Konzertbilder auf ihren Handydisplays herumzeigen konnten.

Ich lernte ein neues Wort: Smartphone. Ich las über Smartphones. Eine Wählscheiben-App dafür habe ich bisher noch nicht gefunden, aber, hier sollte ich ehrlich sein, auch noch nicht gesucht. Irgendwann stellte ich fest, dass es Smartphones gibt, die auch ich mir leisten konnte. Vor ein paar Wochen wurde ich dann beim Feinkosthändler meines Vertrauens fündig: Ein Smartphone, welches ungefähr die Grundfläche meines ersten Handys besitzt, aber bedeutend flacher und leichter ist: Als Faustkeil und Wurfgeschoss ist es nicht zu gebrauchen.

Der Abstiegskampf (11) – das Spitzenspiel

Die erste Halbzeit ist vorbei, der  Tabellenerste Bayern München führt gegen den Tabellendritten Eintracht Frankfurt 1:0. Ein normales Ergebnis. Normal ist auch, dass die Eintracht-Abwehr wackelt. Trotzdem stand die Null bis kurz vor der Pause und die Eintracht aus Frankfurt hatte bis zum Tor der Münchner einige Chancen sträflich vergeben.

Ein Elfmeter für Bayern München machte für den Tabellenführer dann alles klar. Kein Punkt für Eintracht Frankfurt, aber auch kein Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt, denn Eintracht Frankfurt spielte frech mit. Das nächste Heimspiel darf die Eintracht jetzt allerdings nicht verbummeln: Der FC Augsburg ist direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt, und da zählt jeder Punkt.

Nachtrag vom 12. November 2012: Eintracht Frankfurt steht auch nach dem 11. Spieltag der Bundesligasaison 2012/2013 noch auf dem 3. Tabellenplatz und hat es in der Hand – eigentlich sollten sie lieber Kopf und Füße einsetzen –, diese Position auch nach dem 12. Spieltag noch zu behaupten. Bundestrainer Löw hat zwischenzeitlich Sebastian Jung für das Länderspiel am kommenden Mittwoch gegen die Niederlande in die A-Nationalmannschaft berufen.

Nachtrag vom 14. November 2012: Es wurde nichts aus dem Einsatz von Sebastian Jung in der Nationalmannschaft. Der, der bei Eintracht Frankfurt eine Bank ist, musste das Spiel gegen die Niederlande auf derselben absitzen.

Der Abstiegskampf (10) – nur noch Kraft für 30 Sekunden?

Die SpVgg Greuther Fürth ist einer der direkten Gegner der Eintracht aus Frankfurt am Main im Kampf um den Klassenerhalt. Wer das nicht so sehen will, braucht sich nur das Spiel vom vergangenen Freitag Abend in Erinnerung zu rufen: Die Sportvereinigung war als Tabellenletzter nach Frankfurt gekommen und hatte dort einen Punkt gegen den Tabellendritten geholt.

Dabei hatte der Abend so gut für Eintracht Frankfurt begonnen. Alex Meier – ja der, über den vor der Saison viele Fans gesagt hatten, er sei nicht tauglich für die 1. Bundesliga – ja, dieser Alex Meier hatte bereits nach 25 Sekunden ein Tor geschossen. Das Tor ließ einen großen Schrecken in die Glieder einiger Spieler fahren, und merkwürdigerweise waren es fast nur Frankfurter, die fortan so spielten, als stehe man kurz vor dem Abstieg.

Einige unterstützten die SpVgg Greuther Fürth, wo sie nur konnten. Glücklicherweise war nur Olivier Occean erfolgreich dabei. Er leitete den Angriff ein, der zum Gegentor für die Eintracht führte. Vielleicht war ihm entfallen, dass er zu Beginn der Saison den Verein gewechselt hatte. Bei allen anderen Chancen der Fürther spielte Kevin Trapp den Spielverderber.

Eintracht Frankfurt wird nach dem 11. Spieltag höchstwahrscheinlich nicht mehr unter den Top 3 der 1. Bundesliga zu finden sein, Bayern München ist stärker als die Eintracht und Bayer den Hessen schon dicht auf den Fersen.

Der Abstiegskampf (9) – wenn der Kopf fehlt

Es ist der 9. Spieltag, und Eintracht Frankfurt hat das zweite Spiel in der aktuellen Saison verloren. Dies wäre nicht tragisch, wenn es nicht ausgerechnet gegen einen Mitabstiegskandidaten passiert wäre. Jetzt muss Eintracht Frankfurt die Heimspiele gegen die SpVgg Greuther Fürth, den FC Augsburg und den 1. FSV Mainz 05 gewinnen, wenn die Saison 2012/2013 nicht wie die Saison 2010/2011 enden soll. Pirmin Schwegler fehlte. Aber wo war Sebastian Rode?

Von dem von den Frankfurter Medien hochgejubelten Mittelfeldspieler war wenig Effektives zu sehen. Laufen die Beine nicht, wenn der Kopf fehlt?

 

 

Stromausfall in Unterliederbach

Zumindest in Teilen des Frankfurter Stadtteils Unterliederbach ist am Morgen des 27. Oktobers 2012 der Strom ausgefallen. Die Ursache dafür ist allerdings noch nicht bekannt.

Update: Ab 07:02 Uhr war die Stromversorgung teilweise wiederhergestellt. Über Ausmaß und Ursache der Störung konnte der Netzbetreiber Syna GmbH zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussagen machen, teilte aber mit, dass die Störung noch nicht umfassend behoben sei.

Update vom 29.10.2012: Ein Kurzschluss in einem Kabel hatte die Verteiler Euckenstraße und Alemannenweg am 27.10.2012 gegen 06:00 Uhr morgens lahmgelegt. Nachdem im Bereich von Euckenstraße und Sieringstraße der Strom bereits kurz nach 07:00 Uhr wieder zur Verfügung stand, war um 07:19 Uhr der Schaden vollständig behoben.

Der Abstiegskampf (8) – heute volle Punktzahl

Nachdem Eintracht Frankfurt gefühlt schon eine Ewigkeit kein Bundesligaspiel mehr gewonnen hatte, brachte der heutige Tag mal wieder drei Punkte. Mehr Punkte gehen nicht für ein Spiel. Schnell führte die Eintracht 2:0, aber als Hannover 96 den Anschlusstreffer schoss, begann beim Betrachter das Herzrasen: Eine Mannschaft geht ihm durch den Kopf, die eine paar Tage zuvor 4:0 geführt hatte und zum Schluss froh über ein 4:4 sein durfte.

Hat vielleicht der Trainer von Hannover 96 zur gleichen Taktik gegriffen wie sein Kollege aus Schweden? Hat er die Eintracht 2:0 in Führung gehen lassen, um sie in Sicherheit zu wiegen? Alles wies darauf hin, nur dass sich die Hannoveraner nicht eine Stunde lang geduldeten, bis sie das erste Tor schossen.  Das 2:1 machte nervös, – nicht die Spieler der Frankfurter Eintracht, aber den Betrachter. Alex Meier hat dann das 3:1 geköpft, – macht nichts, der Mann ist ja nicht Bundesliga tauglich …

Derzeit beträgt das Polster zum Relegationsplatz 14 Punkte.

Nachtrag vom 22. Oktober 2012: Nach Abschluss des 8. Spieltages der Bundesligasaison 2012/2013 hat Eintracht Frankfurt nur noch ein Polster von 13 Punkten auf den Relegationsplatz. Erster Bayern-Jäger ist jetzt Schalke 04. Dass Schalke nur den dritten Platz in der Tabelle einnimmt und die Eintracht den zweiten, darf nicht verwirren: Eintracht Frankfurt spielt gegen den Abstieg und jagt keine Bayern.

Der Abstiegskampf (7) – es wird enger

Fast eine Woche brauchte es, bis unser Admin sich dazu breitschlagen ließ, meinen Account wieder freizuschalten. Er sah durch meine Schreiberei den Klassenerhalt der Eintracht aus Frankfurt gefährdet. Noch liegt er kraftlos in seinem Bett.

Was war am vergangenen Sonntag passiert? Eintracht Frankfurt hatte in Mönchengladbach gegen die dortige Borussia verloren, zwei Tore kassiert und selbst keins geschossen. Wäre nicht so schlimm gewesen, wenn die Spieler der Frankfurter Eintracht nicht so viel Ballbesitz gehabt hätten und die Gladbacher nicht aus zwei Chancen zwei Tore gemacht hätten. Dieses Spiel machte wenig Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt.

Noch befindet sich die Eintracht auf Platz zwei der Bundesligatabelle, aber die Luft dort wird dünner. Schauen wir, was uns das Spiel gegen Hannover 96 bringen wird!

Der Abstiegskampf (6) – (k)ein Zitterspiel

Der sechste Spieltag der Bundesligasaison 2012/2013 hat mehrere Dinge aufgezeigt:

  1. Der Kampf um den Klassenerhalt beginnt früh
  2. Eintracht Frankfurt gerät zu Hause gegen Mannschaften aus der zweiten Tabellenhälfte in Rückstand
  3. Eintracht Frankfurt kann ein Spiel drehen
  4. Eintracht Frankfurt hat jetzt 16 Punkte und damit 11 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz

Und trotzdem mault unser Admin, der ja bekanntlich zwischenzeitlich einen richtigen Namen hat. Ihm gefällt die Überschrift nicht. Das Wort „Abstiegskampf” ist ihm zu reißerisch, zu negativ. Er hätte an dieser  Stelle lieber das sperrige „Kampf um den Klassenerhalt”. Die Klasse zu erhalten, empfindet er als positiv. Ich denke da an die Schule …

Aber zurück zum heutigen Spiel der Eintracht aus Frankfurt. Lange sah es so aus, als wollte man sich mit einem Unentschieden vom SC Freiburg trennen. Dann aber schlugen die Breisgauer kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit zu: Den Frankfurtern  drohte zum zweiten Mal in dieser Woche eine Niederlage. Es wurde wieder nichts daraus, Eintracht Frankfurt siegte bekanntlich 2:1. Der „Lange” – nein, nicht unser Admin (der ist eher kurz und rund) – hatte wieder einmal zugeschlagen.

Der Abstiegskampf (5) – die Klatsche drohte

Das heutige Spiel der Frankfurter Eintracht um den Klassenerhalt ging ganz schön an die Nerven. Hatte sich der Betrachter zur Halbzeit schon mit einer Klatsche abgefunden – ein 0:4 oder gar 0:5 standen im Raum – sorgte die Eintracht in der zweiten Halbzeit rasch für den Ausgleich, um gleich wieder in Rückstand zu geraten. Schlussendlich erzielte Bembel Anderson doch noch das 3:3, womit Eintracht Frankfurt einen Punkt im Abstiegskampf errang. Ob dieser Punkt ausreichend war, wird erst die Schlussabrechnung nach dem 34. Spieltag zeigen.